Politik vrs. Politisches
Assoziative und dissoziative Dimension politischen Handelns: Traditionslinie Arendt und Traditionslinie Schmitt
Ausdifferenzierung des Begriffs: a-politisch, un-politisch, anti-politisch
Kunst und Politik:
Typen der Moderne: 1 (radikale Moderne) und 2 (andere Moderne, Bsp. Institutional Critique)
Kube Ventura 2002
Techniken des Politischen?
"Strategische Dislokation" (Jean Peters)
Taktik vrs. Strategie (Certeau 1980)
TAZ und FAZ (Bey 1991, 1993)
10.9.2011: Historisieren
Kommunikationsguerilla
Dieter-Lenzen Fanclub >> , Horst Köhler Consulting >> (Jean Peters)
Subversion
The Yes Men >>
01.org, Nike Ground, 2003 >>
Ztohoven, On Media Reality / O mediální realite, 2007 >>
Hacking (Raymond 2001, Jargon File, seit 1975)
Beuys
Guy Debord
SI (Karo Kreißl)
30/40/50er Jahre: Autonomiedebatte
10/20er Jahre: Futuristen, Surrealisten, Dadaisten
16.9.2011: Medialisieren
Der Profi-Bürger >>
"Radikale Perspektive - sich am Rand ansiedeln", Bell Hooks, Sehnsucht und Widerstand, 1996 (Mano Krach)
Deleuze 1990
Foucault 1975
McLuhan 1964
Enzensberger 1970 (Ulrike Kuhn)
Benjamin 1936 und Brechts Radiotheorien 1927-1932
17.9.2011: Aktualisieren
Group Material (Markues)
Unsichtbares Komitee 2010 (Babak Dehkordy)
Hessel 2011 (Christian Diaz Orejarena)
Sharp 1993
Center for Applied NonViolent Action and Strategies 2006 (Dejan Markovic)
Transit Migration >> (Luis Ortiz)
Büro für Aufmerksamkeit >> (Nico Jungel)
Heinz von Foerster, in: Das Netz von Lutz Dammbeck, 2004
Giovanni Sartori 1973: What is Politics?:
"Politics is politics."
"Wenn wir von der Autonomie der Politik sprechen, dann sollte das Konzept der Autonomie nicht im absoluten, sondern eher im relativen Sinn verstanden werden. Weiter lassen sich vier Thesen im Verhältnis zu diesem Begriff herausstellen:
(1) dass Politik sich unterscheide;
(2) dass sie unabhängig ist, d.h. ihren eigenen Gesetzen gehorcht;
(3) dass sie selbst-genügsam ist - d.h. autark in dem Sinn, dass sie ausreicht, um sich selbst zu erklären;
(4) dass sie eine erste Ursache ist, die nicht nur sich selbst generiert, sondern aufrund ihres kausalen Primats auch alles andere."
(Sartori 1973, S. 11)
Marchart 2010 (S. 129): Politisches Denken = die Gesellschaft instituierende und formgebende Dimension
Marchart, Oliver 2010: Die politische Differenz, Berlin.
ZA der Kontingenz: Differenz von Politik und Politischem
"Sich auf das Politische und nicht auf die Politik beziehen [,,,] heisst von allem sprechen, was ein Gemeinwesen jenseits unmittelbarer parteilicher Konkurrenz um die Ausübung von Macht, tagtäglichen Regierungshandelns und des gewöhmlichen Lebens der Institutionen konstituiert." (Rosanvallon 2003)
Spielformen: Nancy, Lefort, Badiou, Rancière, Laclau, Agamben, Mouffe, Esposito
Paul Ricoeur 1974: Das politische Paradox.
Politik (la politique, politics):
Kampf um kompetetive Vorteile (Ricoeur), unauthentische, bürokratische Tätigkeit (Ricoeur), kontinuierlich, ohne Unterbrechungen, endlos (Arendt), Politik als Form technologischen Handelns und Denkens, die heute hauptsächlich in institutionalisiertem Sozialmanagement besteht (Nancy / Lacoue-Labarthe), Politik gehört dem Bereich der Kalkulation an, in dem sich alle auftretenden Probleme durch administrative Maßnahmen lösen lassen, während alles Fragenswertes, d.h. Fragwürdigkeit als solche, veschwindet, parteiliche Strategien und konkrete institutionelle Maßnahmen, Spiel der Kräfte und Interessen, die in einem Konflikt um die Repräsentation und Regierungsweise sozialer Existenz stehen (Marchart), Gesamtheit der Verfahrensweisen und Institutionen, durch die eine Ordnung geschaffen wird, die das Miteinander der Menschen im Kontext seiner ihm vom Politischen auferlegten Konflikthaftigkeit organisiert (Mouffe),
aber auch: die Ordnung der Wahrheit und des Ereignisses (Badiou), Politik als Demonstrationsform der Gleichheit, als Störung des Regimes und Bruchs der bestehenden Ordnung, wenn die Anteilslosen ihren Anteil beanspruchen - im Gegensatz dazu die Polizei als Gesamtheit der Vorgänge, durch welche sich die Vereinigung und die Übereinstimmung der Gemeinschaften, die Organisation der Mächte, die Verteilung der Plätze und Funktionen und das System der Legitimierung dieser Verteilung vollziehen, allgemein als Politik benannt (Rancière)
"Politik ereignet sich, wenn die, die 'nicht die Zeit haben', sich die Zeit nehmen, die notwendig ist, um als Bewohner eines gemeinsamen Raumes aufzutreten, und um zu beweisen, dass ihr Mund sehr wohl eine Sprache erzeugt, die das Gemeinsame ausspricht und nicht nur eine Stimme, die den Schmerz signalisiert." (Jacques Rancière)
Das Politische (le politique, the political):
Sorge und Verantwortungsbewusstsein hinsichtlich unseres gemeinsamen und kollektiven Lebens, die Sorge um das Gemeinwohl der Gemeinschaft, Kultur der Kommunalität, integriert im Alltagsleben (Ricoeur), episodisch und selten (Arendt), Das Politische wird gefährdet durch das Gehäuse einer bürokratisierten, technologisierten und depolitisierten Gesellschaft (Marchart), das Politische kann auf keinen Fall auf Administrationsaufgaben reduziert werden (Nancy / Lacoue-Labarthe), Dimension des Antagonismus, für menschliche Gesellschaften konstitutiv (Mouffe), Arena, mise en scène, Ort, an dem die Bedeutung dessen, was es heisst, gemeinsam zu sein, auf dem Spiel steht (Marchart)
Marchart 2010: Differenz als Symptom der Auflösung einstmals unerschütterlicher Fundamente (postfundamentalistisches Denken)
Begriff der Politischen musste eingeführt werden, um jene Dimension aufzufangen, die sich auftat, nachdem die Gültigkeit abhanden kam.
statt der Idee der großen Politik oder der Mikropolitik Verständnis minimaler Politik:
selbst die bescheidendsten politischen Handlungsformen (die kleinsten Demonstrationen, die geringsten Proteste, die schwächsten sozialen Bewegungen) haben potentiell an der Dimension des Politischen teil
Nach Badiou gibt es konkrete Bedingungen, um ein Ereignis als politisch zu bezeichnen (Badiou 2003):
1. wenn die Materie dieses Ereignisses kollektiv ist oder das Ereignis einem Kollektiv zugeschrieben werden kann
2. Politik präsentiert den unendlichen Charakter jede Ereignisses, eine Situation ist qua Definition offen, sie ist nie endlich
3. Politik ist immer egalitär und universalistisch
4. Wahre Politik besitzt immer eine provokatorische Funktion, d.h. Politik muss gegen Macht gerichtet sein, die die Situation schliessen und endlich machen würde, daher führe wahre Politik immer zu Repressionen des Staates und fördere dessen exzessive Macht zutage
--> Ambiguitäten..., Politisierung des Begriffs nach dem 2. WK, 1974 Ricoeur, 2001 endgültige Kanonisierung, Frage nach den Konstruktionsfaktoren...
Assoziative vrs. dissoziative Dimension/Operation politischen Handelns
Traditionslinie Arendt:
- Politisches als Raum der Freiheit und öffentlichen Deliberation
- Menschen assoziieren sich in ihrer Pluralität innerhalb eines öffentlichen Raumes, motiviert durch ihre Sorge um das Gemeinsame
- Vergemeinschaftungsprozess
Traditionslinie Schmitt (1932):
- Raum der Macht, des Konflikts, des Antagonismus
- Spezifik: Unterscheidung zwischen Freund und Feind
- herausgehobene Position mit Primat gegenüber allem anderen: kann alles ausser Kraft setzen
- Kollektivität wird durch einen externen Antagonismus gegenüber einem Feind oder einem konstitutiven Aussen hergestellt, also durch Dissoziation
- alle Bereiche der Gesellschaft (Religion, Ökonomie...) können Orte des Politischen sein, insofern sich dort eine unversöhnliche Freund-Fein-Konstellation bildet
- sobald das Freund-/Feind-Kriterium nicht länger anwendbar ist, sind wir mit der polizeilichen Regulierung von Rivalitäten, Intrigen und Rebellionen konfrontiert (Politesse als höfliche Form der Politik)
- Politik als das Aushandeln von Positionen zur Aufrechterhaltung der Ordnung, Feind nur Gegner
- Mouffe: im liberal-demokratischen Kapitalismus habe eine post-politische Politk des Konsenses unter dem Namen der Demokratie den Platz des Politischen eingenommen. Die Dimension des Antagonismus' werde aus der politischen Theorie entfernt, nicht jedoch aus der politischen Praxis (siehe rassistische Praktiken)
"Der Vorteil dieses Begriffs des Politischen besteht darin, dass er politische Phänomene nicht an ein bestimmtes institutionelles Setting bindet und uns das Politische als ein mobiles und ubiquitäres Feld zu denken erlaubt." (Marchart 2010, S. 40)
Kunst und Politik
Radikale Moderne: Geschichte der Selbstreflexion der Malerei zu ihrer eigenen Verfasstheit, Bruch mit Darstellungskonventionen, Malewitsch, Kandinsky, Mondrian...
Andere Moderne: Geschichte der institutionellen und gesellschaftlichen Konstituierung von Kunst und der daran beteiligten Institutionen und Diskurse, Institutional Critique (Buren, Broodthaers, Haacke, Dellbrügge/de Moll, Fraser, Renée Green...)
Kunst und das Politische Gemeinschaft aus der Gesellschaft freisetzen! ("[...] eine Schwalbe macht noch keinen Frühling, und ein Individuum macht noch keine Politik. Alles politische Handeln geschieht im Gemeinsamen und produziert Kollektiva." Oliver Marchart et.al., 2007)
- durch Assoziation (Arendt)
- durch Dissoziation (Schmitt)
"Strategische Dislokation" (Jean Peters)
- subversive Momente zur Dislokation (Begriff von Laclau/Mouffe)
- zerstört existierende Reproduktionsmodi
- öffnet Raum für Alternativen
- strategische Dislokation: Instand-Be-Setzung (Bsp.), Umverteilung als Kunstprojekt
Michel de Certeau, Die Kunst des Handelns, Berlin, 1988 (frz. 1980)
Taktisches vrs. strategisches Handeln
Clausewitz, Carl von 1832: Vom Kriege. >> , >>
"Taktik und Strategie sind zwei in Raum und Zeit sich einander durchdringende, aber doch wesentlich verschiedene Tätigkeiten, deren innere Gesetze und deren Verhältnis zueinander schlechterdings nicht deutlich gedacht werden können, ohne ihren Begriff genau festzustellen."
"Es ist also nach unserer Einteilung die Taktik die Lehre vom Gebrauch der Streitkräfte im Gefecht, die Strategie die Lehre vom Gebrauch der Gefechte zum Zweck des Krieges."
" [...] allein der Kampf besteht aus einer mehr oder weniger grossen Zahl einzelner, in sich geschlossener Akte, die wir Gefechte nennen [...] und die neue Einheiten bilden. Daraus entspringt nun die ganz verschiedene Tätigkeit, diese Gefechte in sich anzuordnen und zuführen und sie unter sich zum Zweck des Krieges zu verbinden. Das eine ist die Taktik, das andere die Strategie genannt worden."
Quelle: >>
Tse-tung, Mao 1937: On Guerilla Warfare (Yu Chi Cham). >>
Kube Ventura 2002:
Unterscheidung in Politik via Kunst - Kunst mit Politics
"Alles, was die Grenzen des Kunstbegriffs erweitert oder verschiebt - egal ob und welche künstlerischen oder politischen Intentionen dahinter gestanden haben - könnte als Absage an den Kunstbetrieb, als Anschlag auf dessen framing, als Kritik am bis dato Bestehenden, als Befreiungsakt und als symbolische Ermächtigung gelesen werden." (S. 20)
politisch-künstlerische Praxisformen:
Aufzeigen
Intervenieren
Experimentieren
Draußensein
Verweigern
Anderssein
Dieter-Lenzen-Fanclub >>
Studentische Stadt-Guerilla: Die mauen Jahre sind vorbei, spiegel online, 15.1.2008 >>
Wir plädieren für ein marktorientiertes Studium - effizient, schnell!, 28.1.2009, jetzt.de >>
Horst Köhler Consulting >>
Netzsperre auf Verdacht, taz.de, 1.7.2010 >>
Horst Köhler Consulting: Satirische Website vom Netz genommen?, 2.6.2010 >>
Zurücktreten mal anders, taz.de, 3.6.2010 >>
Wie die Horst-Köhler-Satire verschwand, taz.de, 4.6.2010 >>
Tactical Media
Form des Widerstands, der durch und in den Medien stattfindet und sich für seine Praktiken gleicher Operationen bedient, wie sie diejenigen nutzen, gegen die sich die Kritik richtet
"Kommunikationsguerilla will die Selbstverständlichkeit und vermeintliche Natürlichkeit der herrschenden Ordnung untergraben. Ihre mögliche Subversivität besteht zunächst darin, die Legitimität der Macht in Frage zu stellen und damit den Raum für Utopien überhaupt wieder zu öffnen. Ihr Projekt ist die Kritik an der Unhinterfragbarkeit des Bestehenden; sie will
geschlossene Diskurse in offene Situationen verwandeln, in denen durch ein Moment der Verwirrung das Selbstverständliche plötzlich in Frage steht. Jede Aktion ist dabei für sich genommen nur ein momentaner oder lokaler Modus der Grenzüberschreitung. Aber je öfter politische Gruppen Räume öffnen, anstatt sie zu schließen und zu fixieren, desto mehr Möglichkeiten für Visionen und kleine Vorgriffe auf Alternativen zur bestehenden Gesellschaft kann es geben."
autonome a.f.r.i.k.a.-gruppe / Blissett, Luther / Brünzels, Sonja 2001: Handbuch der Kommunikationsguerilla, Hamburg und Berlin.
Hakim Bey, T.A.Z., Die temporäre autonome Zone, 1994 (engl. 1991) >>
Hakim Bey, P.A.Z., Permanente Autonome Zonen, 1993 >>
Subversion
Problematisierung und Störung der Diskursverläufe, Verweigerung der direkten Konfrontation, kein Protest
"Ist die beste Subversion nicht die, Codes zu entstellen, statt sie zu zerstören?" Barthes, Roland: Sade, Fourier, Loyola, Paris 1980, S. 141)
SI, Dezember 1963: Unverbindliche Richtlinien 2:
"[...] der unverblendete Mensch, der zugleich die irrlichternden Faszinationsmechanismen dieser repressiven Welt durchschaut hat und dem es nicht genügt, innerhalb der Kohorte den Möglichkeiten des Menschlichen [...] Raum zu schaffen, sondern sich entschieden hat, alle Möglichkeiten des Menschlichen [...] im lebendigen Vollzug experimentell zu realisieren - ist der HOMO SUBVERSIVUS. Aus dem [...] Druck der Repression empfängt die Idee des subversiv-experimentellen Lebens ihren Initialimpuls; im Umfeld der Kohortengesellschaft erstarkt sie und konzentriert sich auf die Verwandlung des Subjekts und seiner Umwelt, um in ihr sich als SUBVERSIVE AKTION zu inkarnieren.
(Böckelmann/Nagel 119/121)
--> Manifest, Richtlinie, Flugblatt, Comic, Plakat und andere Anschläge (demonstrativ, initiativ), Wörterbuch, Presseschelte, Ausstellung, Ausstellungsstörung, Film, Pornos, Werbebilder, Kleinzeitschrift, Skandal, Parodie, Gerichtsprozesse...
"[...] die heutzutage vielleicht allerschwersten Probleme der Subversion [...]: das Benennen eines Feindes und das Sichtbar/Wahrnehmbarmachen seiner Verbrechen, die er durch permanente Kommunikation über sie erfolgreich verdunkelt. [...] Es käme [...] darauf an, die Sprache zu finden, die die Verbrechen [...] benennen kann. Das ist die drängendste ästhetische Aufgabe der Gegenwart."
Diedrich Diederichsen 1993: Subversion - Kalte Strategie und heiße Differenz, in: Ders.: Freiheit macht arm. Das Leben nach Rock'n'Roll 1990-93, Köln, S. 43.
Beispiele:
The Yes Men >>
- WTO, 1999 >> , about >>
- Dow Chemical, 2004
- The Yes Men fix the World, 2009 >>
- Yes Lab >>
01.org, Nike Ground, 2003 >>
Ztohoven >>
- On Media Reality / O mediální realite, 2007
Anonymous, seit 2008 >>
- Aktuelle Aktion: 17.9.2011 occupywallstreet >>
Joseph Beuys
- Deutsche Studentenpartei (DSP), 1967-1971
ab 1970: Organisation der Nichtwähler, Freie Volksabstimmung
- Organisation für direkte Demokratie durch Volksabstimmung, 1971
seit 1976: Arbeitsbündnis mit der Aktionsgemeinschaft Unabhängiger Deutscher, 1980 geht die AUD in Die Grünen auf
- Free International University, 1973-1988 >>
Herbert Marcuse 1969: Versuch über die Befreiung, Frankfurt/Main.
Guy Debord 1967: La Societe du Spectacle
A User's Guide to Détournement, Guy Debord, Gil J Wolman, 1956 >>
For a Revolutionary Judgment of Art, Guy Debord, 1961 >>
Situationistische Internationale (1957-1972)
Zeitschrift >>
Manifest, 1960 >>
"Gegen die parzellierte Kunst wird sie eine globale, alle verwendbaren Elemente gleichzeitig umfassende Praxis sein. Sie strebt natürlich eine kollektive und zweifellos anonyme Produktion an (wenigstens insofern diese Kultur nicht durch das Bedürfnis, Spuren zu hinterlassen, beherrscht wird, da die Werke NICHT ALS WAREN GELAGERT WERDEN)."
"Gegen die einseitige Kunst wird die situationistische Kultur eine Kunst des Dialogs und der gegenseitigen Beeinflussung sein. "
"Wir führen jetzt das ein, was historisch den letzte Beruf sein wird. Die Rolle des Situationisten, des Berufsamateurs, des Anti-Spezialisten bleibt noch eine Spezialisierung bis zur Zeit des ökonomischen und geistigen Überflusses, in der jeder zu einem solchen 'Künstler' wird, wie es den Künstlern nicht gelungen ist - für die Konstruktion seines eigenen Lebens."
Die Situationisten und die neuen Aktionsformen gegen Politik und Kunst >>
"Ich schlage vor, dass wir uns besonders beschäftigen:
1. Mit dem Experimentieren mit der Zweckentfremdung von Foto-Romanen und sogenannten Pornos und dass wir ihre Wahrheit ohne Umschweife aufzwingen, indem wir wieder echte Dialoge herstellen. [...]
2. Mit der Einführung des Guerillakrieges in den Massenmedien, einer wichtigen Form der Kritik nicht nur auf der Ebene der Stadtguerilla, sondern auch vorher. [...]
3. Mit der Herstellung situationistischer Comix. Die Comix sind die einzige wirklich populäre Literatur unseres Jahrhunderts. [...]
4. Mit der Produktion situationistischer Filme. Als neuestes und zweifellos brauchbarstes Ausdrucksmittel unserer Epoche ist der Film fast 75 Jahr lang nicht von der Stelle gekommen. [...]
Wie ein Artikel, ein Buch, ein Flugblatt oder ein Plakat macht der Film es möglich, alles auszudrücken. Deshalb müssen wir von nun an fordern, dass jeder Situationist in der Lage ist, sowohl einen Film zu drehen als auch einen Artikel zu schreiben."
Exposition International du Surréalisme in der Pariser Galerie des Beaux Arts, 1938 >> , >> , >>
Erste Internationale Dada-Messe 30.6. - 15.8.1920, Berlin >>
Marinetti: "Wir müssen darauf verzichten, verstanden zu werden. Verstanden zu werden ist unnötig."
16.9.2011: Medialisieren
Berlin Biennale Zeitung, September 2011, Cover
10 Fragen (von Artur Zmijewski, 7. Berlin Biennale >> ) an 80 KulturproduzentInnen:
1. Soll sich Kunst bewusst in gegenwärtige Debatten einmischen und eine kritische Stimme in der Gesllschaft sein bzw. demokratische Prozesse in der Gesellschaft bewirken?
2. Wie muss man die Situation bewerten, in der fast das gesamte Budget der bestehenden Kunstinstitutionen in die Infrastruktur fliesst und kein Geld mehr für experimentelle Ansätze, für Programmierung, Neuproduktion und Ankäufe vorhanden ist?
3. Was wären mögliche alternative Kulturfinanzierungsmodelle, und wie liessen sich diese umsetzen, um verbindliche und unabhängige Mittel für Kultur- und Kunstproduktion zu generieren?
4. Wie geht man mit landes- oder themengebundenen Fördermitteln um, die aus politischen Repräsentationsbedürfnissen zur Verfügung gestellt werden?
5. Welche Verantwortung hat der kommerzielle Sektor des Betriebssystems Kunst für den Wettbewerb unter Künstler/innen? Trägt der nicht kommerzielle Teil dieses Betriebssystems in 'aller Unschuld' dazu bei und wie?
6. Sollen kommerzielle Galerien Neuproduktionen oder Ausstellungen im 'Non-Profit'-Bereich unterstützen?
7. Welche Verantwortung haben Künstler/innen gegenüber der Stadt und der Gesellschaft, in der sie leben?
8. Warum arbeiten die politisch Verantwortlichen nicht mit dem Sach- und Fachverstand aus Kunst und Kultur zusammen, und warum gibt es keine entsprechenden Beratungsgremien für diesen Bereich?
9. Haben Künstler/innen ihr Vertrauen in Kunstinstitutionen verloren? Warum fühlen sie sich oft manipuliert?
10. Wie kann man die in Berlin lebenden Kunstproduzent/innen in die Berliner Debatte zur Kultur einbinden und bestehende Sprachprobleme abbauen?
Berlin Biennale Zeitung, September 2011, Matthias Flügge
Vorschlag Artur Zmijewski:
Abkommen zwischen KünstlerInenn sowie KuratoInnen, LeiterInnen, VertreterInnen kommerzieller und nicht kommerzieller Kultureinrichtungen in Berlin einerseits und PolitikerInnen andererseits
Berlin Biennale Zeitung, September 2011, Monica Bonvicini
Berlin Biennale Zeitung, September 2011, János Sugár
Berlin Biennale Zeitung, September 2011, Natascha Sadr Haghighian
Berlin Biennale Zeitung, September 2011, Stephan Geene
Berlin Biennale Zeitung, September 2011, Marius Babias
Berlin Biennale Zeitung, September 2011, Matthias Flügge
Berlin Biennale Zeitung, September 2011, Jonathan Meese
Berlin Biennale Zeitung, September 2011, Joerg Franzbecker
Berlin Biennale Zeitung, September 2011, Tom Holert
Berlin Biennale Zeitung, September 2011, Johannes Paul Raether
Berlin Biennale Zeitung, September 2011, Florian Wüst
Berlin Biennale Zeitung, September 2011, Renata Kaminska
Berlin Biennale Zeitung, September 2011, Yvonne P. Doderer
Berlin Biennale Zeitung, September 2011, Anh-Linh Ngo
Berlin Biennale Zeitung, September 2011, Matthias Flügge
Berlin Biennale Zeitung, September 2011, Erik Göngrich
Berlin Biennale Zeitung, September 2011, Johannes Paul Raether
Berlin Biennale Zeitung, September 2011, Delbrügge & De Moll
Berlin Biennale Zeitung, September 2011, Artur Zmijewski, Rückseite
"Die Collagetechnik, die Kunst, Fragmente schon vorhandener Bilder so wieder zusammenzusetzen, dass sie ein neues Bild ergeben, war die wichtigste Neuerung in der Kunst des 20. Jahrhundert." Shields 2011, S. 25, nach Charles Simic.
Civil Disobedience / Ziviler Ungehorsam
keine Ordnungswidrigkeit, kein Straftatbestand
sondern: die Handlungen, die konkret Gesetze, Verordnungen oder Verfügungen verletzen
z.B. Hausfriedensbruch nach § 123 f. StGB, Bedrohung nach § 241 StGB, Sachbeschädigung nach § 303 ff. StGB
Nach § 46 II StGB sind Beweggründe, Ziele und Gesinnung in der Strafzumessung zu berücksichtigen;
nach § 153 StPO kann das Verfahren eingestellt werden, "wenn die Schuld des Täters als gering anzusehen" ist, und kein öffentliches Interesse an der Verfolgung anzunehmen ist.
Hacker (Wikipedia) >>
Jargon File >>
Hacker (Jargon File) >>
"hacker: [originally, someone who makes furniture with an axe]"
"The hacker mind-set is not confined to this software-hacker culture. There are people who apply the hacker attitude to other things, like electronics or music - actually, you can find it at the highest levels of any science or art. Software hackers recognize these kindred spirits elsewhere and may call them 'hackers' too - and some claim that the hacker nature is really independent of the particular medium the hacker works in."
Eric S. Raymond, How To Become A Hacker, 2001 >>
"Hackers build things, crackers break them."
"Hackers solve problems and build things, and they believe in freedom and voluntary mutual help."
Eric S. Raymond, How To Become A Hacker, 2001 >>
in deutscher Uebersetzung von Christopher Özbek >>
Raymond, Eric 2001: How to become a hacker >>
The Hacker Attitude
1. The world is full of fascinating problems waiting to be solved.
2. No problem should ever have to be solved twice.
3. Boredom and drudgery are evil.
4. Freedom is good.
5. Attitude is no substitute for competence.
Hack (Jargon File)
"Hacking might be characterized as 'an appropriate application of ingenuity'. Whether the result is a quick-and-dirty patchwork job or a carefully crafted work of art, you have to admire the cleverness that went into it." >>
Cramer 2001: Drei sich z.T. widersprechende Definitionen des Hacks >>
Ein Hack sei 1. eine wirkungsvolle, schnell, aber unsauber implementierte Funktion, 2. eine "genial-einfache und zugleich elegante Lösung", die eine komplexe Problematik kurz und knapp absorbiert (einem Witz vergleichbar), 3. eine durch Experimentieren statt durch Analyse gefundene Lösung eines Problems.
"Wie sich [...] neue Formen des Widerstands entwickeln können, ist bisher weitgehend unklar. Gilles Deleuze, der
den Maulwurf als das Tier der Disziplinargesellschaft und die Schlange als das der Kontrollgesellschaft bezeichnete, schrieb zu Recht: 'Die Windungen einer Schlange sind noch viel komplizierter als die Gänge eines Maulwurfsbaus.'"
Holert, Tom / Terkessidis, Mark (Hg.) 1996: Mainstream der Minderheiten - Pop in der Kontrollgesellschaft, Berlin, S. 19.
Deleuze, Gilles 1990: Postskriptum über die Kontrollgesellschaften >>
Deleuze, Gilles 1990: Postscript on the Societies of Control >>
Foucault, Michel 1977: Überwachen und Strafen: Die Geburt des Gefängnisses (frz. 1975), Kapitel 3: Der Panoptismus.
"...wir sind eingeschlossen in das Räderwerk der panoptischen Maschine, die wir selber im Gang halten." (S. 279)
"All media work us over completely. They are so pervasive in their personal, political, economic, aesthetic, psychological, moral, ethical, and social consequences that they leave no part of us untouched, unaffected, unaltered. The medium is the massage. Any understanding of social and cultural change is impossible without a knowledge of the way media work as environments."
McLuhan/Fiore 2001, S. 26.
Group Material, AIDS TIMELINE, 1989/1990, University Art Museum, Berkeley/Kalifornien
Ausstellungsansichten >>
Download the exhibition brochure (PDF) >>
about >>
17.9.2011: Aktualisieren
Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe: Der Profi-Bürger, Studium Generale seit SoSe 2010 >>
Der professionalisierte Bürger, Initiator: Bazon Brock >>
Der Diplom-Bürger - Der Diplom-Gläubige - Der Diplom-Konsument - Der Diplom-Patient - Der Diplom-Rezipient
Mediathek >>
Profi-Bürger bei Arte Creative >>
"Es gibt die Berufspolitik und das Politische, das in jedem von uns Menschen steckt. Dieses Politische ist nicht sogleich offen sichtbar. Wie das Erdöl in den Poren des Gesteins lagert, also nicht in großen Seen dort unten auf die Förderung wartet, findet sich das Politische mitten in der ganzen Person, äussert sich zwar stets, aber ist nicht professionell organisiert. Leider ist in der Evolution der 'Berufspolitik' von dieser Potenz nicht viel übrig geblieben."
Claus Leggewie und Alexander Kluge im Gespräch, 25.6.2011, Frankfurter Rundschau >>
Noam Chomsky: Studenten sollen Anarchisten werden, Zeit Online, 14.6.2011 >>
"Diese Welt ist voller Leiden, Not, Gewalt und Katastrophen. Studenten müssen sich entscheiden: Geht sie das etwas an oder nicht? Ich sage: Schauen Sie sich um, analysieren Sie die Pobleme, fragen Sie sich, was Sie tun können, und machen Sie sich an die Arbeit!"
"Ich glaube aber, die einzige Frage von Rang lautet: Gelingt es uns, die Künstler hier und in aller Welt mit unseren zukunftsträchtigen Ideen zu erfüllen? Dann werden sich diese Ideen auch in ihren Werken widerspiegeln. Fahren wir aber auf dem alten Weg der Gängelung und Einmischung fort, so werden wir nur erreichen, dass noch mehr Leute an die Oberfläche kommen, die keine innere Beziehung zu unserer Sache haben, sondern nur danach trachten, herauszufinden, was politisch gerade Mode ist und was gewünscht wird."
Robert Havemann 1964 >>
Mitteilung über Prof. Havemann, Neues Deutschland, 13.03.1964 >>
Robert-Havemann-Gesellschaft e.V. in Berlin >>
Unsichtbares Komitee 2010: Der kommende Aufstand (frz. 2007). >>
Man muss blind sein, um das rein Politische nicht zu sehen, das in dieser entschlossenen Verneinung der Politik steckt. S. 12
Europa ist ein Kontinent, der pleitegegangen ist, der im Geheimen bei Lidl einkauft und der Billigflüge nutzt, um überhaupt noch reisen zu können. S. 12f.
'I AM WHAT I AM.' Niemals hatte eine Herrschaft ein unverdächtigeres Motto gefunden. Das Erhalten des Ich in einem Zustand permanenten Halb-Verfalls, chronischer Halb-Ohnmacht ist das bestgehütete Geheimnis der aktuellen Ordnung der Dinge. Das schwache, deprimierte, selbstkritische, virtuelle Ich ist im Wesentlichen dieses unendlich anpassbare Subjekt, das von einer Produktion gefordert wird, die auf Innovation beruht, auf dem beschleunigten Veralten der Technologien, dem stetigen Umbruch der sozialen Normen und der verallgemeinerten Flexibilität. Es ist gleichzeitig der gefräßigste Konsument und, paradoxerweise, das produktivste Ich, welches sich mit einem Maximum an Energie und Gier auf das kleinste Projekt stürzt, um später wieder in seinen larvenartigen Originalzustand zurückzukehren. S. 16
Wir sind nicht deprimiert, wir streiken. Wer sich weigert, sich zu verwalten, für den ist die 'Depression' kein Zustand, sondern ein Übergang, ein Auf-Wiedersehen, ein Schritt zur Seite hin zur Aufkündigung einer politischen Zugehörigkeit. S. 18
In Wirklichkeit ist die Zersetzung aller gesellschaftlichen Formen ein Glücksfall. Sie ist für uns die ideale Bedingung für ein wildes Massenexperiment, in neuen Zusammensetzungen, mit neuen Treuen. S. 23
Sich darüber hinaus und gegen die Arbeit zu organisieren, kollektiv vom Regime der Mobilisierung zu desertieren, der Existenz einer Vitalität und einer Disziplin in der Demobilisierung selbst Ausdruck zu verleihen, ist ein Verbrechen, das diese Zivilisation in äußerster Bedrängnis nicht bereit ist uns zu vergeben; denn dies ist die einzige Art, sie zu überleben. S. 31
Gezwungenermaßen haben wir folgendes verstanden: Nicht die Wirtschaft ist in der Krise, die Wirtschaft ist die Krise; die Arbeit fehlt nicht, die Arbeit ist zuviel; wohl überlegt deprimiert uns nicht die Krise, sondern das Wachstum. S. 41
Der neue Bio-Asketismus ist die Selbstkontrolle, die von allen verlangt wird, um über die Rettungsoperation zu verhandeln, in die sich das System selbst getrieben hat. Im Namen der Ökologie wird man nun den Gürtel enger schnallen müssen, wie gestern im Namen der Wirtschaft. Natürlich könnten sich die Straßen in Radwege verwandeln, wir könnten sogar in unseren Breitengraden mit einem garantierten Grundeinkommen beehrt werden, aber nur zum Preis einer vollkommen therapeutischen Existenz. S. 51
[...] das Abendland hat sich als besondere Zivilisation geopfert, um sich als universelle Kultur durchzusetzen. [...] Das in tausend Teile zerbrochene Individuum rettet sich dank der 'spirituellen' Technik des Coaching als Form. Das Patriachat, indem es den Frauen alle peinlichen Attribute des Männchens aufbürdet: Willenskraft, Selbstkontrolle und Unempfindsamkeit. Die zerfallene Gesellschaft, indem sie eine Epidemie der Geselligkeit und der Zerstreuung propagiert. Folglich halten sich all die verfaulten Fiktionen des Abendlandes durch Kunstgriffe, von denen sie Punkt für Punkt widerlegt werden. S. 59
Es gibt keinen Grund mehr zu warten - auf eine Aufheiterung, die Revolution, die atomare Apokalypse oder eine soziale Bewegung. Noch zu warten ist Wahnsinn. Die Katastrophe ist nicht, was kommt, sondern was da ist. Wir verorten uns bereits jetzt in der Bewegung des Zusammenbruchs einer Zivilisation. Dort ist es, wo man Partei ergreifen muss. S. 63f.
Wir gehen aus von einem Punkt der extremen Isolation, der extremen Ohnmacht. Alles ist aufzubauen im aufständischen Prozess. Nichts scheint unwahrscheinlicher als ein Aufstand, aber nichts ist notwendiger. S. 64
Es geht darum, kämpfen zu können, Schlösser zu knacken, Knochenbrüche ebenso zu heilen wie eine Angina, einen Piratensender zu bauen, Volksküchen einzurichten, genau zu zielen, aber auch darum, zerstreutes Wissen zu sammeln und eine Landwirtschaft des Krieges zu schaffen, die Biologie des Plankton und die Zusammensetzung des Bodens zu verstehen, das Zusammenwirken der Pflanzen zu studieren und dadurch die verlorene Intuition, alle Formen der Nutzung wiederzuentdecken, alle möglichen Bindungen an unsere unmittelbare Umgebung, und die Grenzen, über die hinaus wir sie aufbrauchen würden; und dies ab heute [...] S. 71f.
Es geht darum, auf lokaler Ebene die Kommunen, die Zirkulation und die Solidaritäten zu verdichten, bis zu dem Punkt, an dem das Territorium unlesbar, undurchdringlich wird für jegliche Autorität. Es geht nicht darum, ein Territorium zu besetzen, sondern es zu sein. S. 72
Kein Führer, keine Forderung, keine Organisation, sondern Worte, Gesten, Komplizenschaften. Gesellschaftlich nichts zu sein ist kein erniedrigender Stand, die Quelle eines tragischen Mangels an Anerkennung - anerkannt: von wem? - vielmehr ist es die Bedingung einer maximalen Aktionsfreiheit. S. 75
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Programm der Résistance, heute in Frage gestellt:
Verstaatlichung der Energieversorgung, Strom und Gas, Kohlebergbau und Grossbanken
Rückgabe der monopolisierten Produktionmittel
Errichtung einer wirtschaftlichen und sozialen Demokratie unter Ausschaltung des Einflusses privater Herrschaft
Gerechte Verteilung des Wohlstandes über der Macht des Geldes
Grundmotiv der Résistance: Empörung
Aktueller Status Quo:
Gesellschaft der in die Illegalität Gedrängten, der Abschiebungen, des Misstrauens gegen Zuwanderer
Unsicherheit des Alters und der Sozialversicherung
ungleiche Bildungschancen
gefährdete Unabhängigkeit der Presse
Palästina-Frage
Internationale Diktatur der Finanzmärkte
Maximierungsdenken
Heutige Problematik
"Für euch liegen die Anlässe, euch zu engagieren, nicht mehr so offen zutage."
"Die Welt ist zu komplex geworden. Wer befiehlt? Wer entscheidet? Es ist nicht immer leicht, zwischen all den Einflüssen zu unterschieden, denen wir ausgesetzt sind. [...] Die Welt ist groß, wir spüren die Interdependenzen, leben in Kreuz- und Querverbindungen wie noch nie."
Aufforderung
"Seht euch um, dann werdet ihr die Themen finden, für die Empörung sich lohnt.
Gewaltlosigkeit und Versöhnung
"Neues schaffen heißt Widerstand leisten. Widerstand leisten heißt Neues schaffen."
Empört Euch! (Wikipedia) >>
Das Volk setzt die Regierenden unter Druck, 20.6.2011, telepolis >>
Hessel, Stéphane 2011: Engagiert Euch! (frz. 2011).
Sharp, Gene 1993: From Dictatorship to Democracy. A Conceptual Framework for Liberation, Boston >> , in deutscher Übersetzung 2008 >>
Gene Sharp, 2011 (eng. 1993), S. 40-41.
Gene Sharp, 2011 (eng. 1993), S. 50-51.
Gene Sharp, 2011 (eng. 1993), S. 52-53.
Gene Sharp, 2011 (eng. 1993), 100-101.
Gene Sharp, 2011 (eng. 1993), 102-103.
Gene Sharp, 2011 (eng. 1993), 104-105.
Gene Sharp, 2011 (eng. 1993), 106-107.
Gene Sharp, 2011 (eng. 1993), 108-109.
Centre for Applied NonViolent Action and Strategies 2006: Nonviolent Struggle - 50 Crucial Points, Belgrad. >>
1 Einführung in die Strategie des gewaltfreien Kampfes
2 Natur, Modelle und Quellen der politischen Macht
3 Pfeiler der Unterstützung: Wie drückt sich die Macht aus?
4 Bewertung und Planung der Möglichkeiten
5 Fähigkeiten der Planung: Das Standardplanungsformat
6 Kommunikation mit der Zielgruppe: Entwicklung der Nachricht
7 Lass die Welt deine Botschaft erfahren: Performing Public Actions
8 Aufbau einer Strategie: Von Aktionen zu Kampagnen
9 Leitung einer gewaltfreien Kampagne: Materialressourcen
10 Leitung einer gewaltfreien Kampagne: die Humanressourcen
11 Leitung einer gewaltfreien Kampagne: Zeit als eine universelle Ressource?
12 Entwicklung einer Kampagne vor Ort und ein umgekehrtes Planungsmodell
13 Arbeit unter Repression: Moral und Kommunikation
14 Arbeit unter Repression: Reaktion auf die Sanktionen des Gegners
15 Wie benutzt man dieses Buch: Das "Act-Recruit-Train" Modell des mehrstufigen Wissenstransfers
16 Wie benutzt man dieses Buch: Online Learning and Support
Arab spring: an interactive timeline of Middle East protests, guardian.co.uk, seit 12.12.2010 >>
The Changing Room, Arab Reflection on Praxis and Times, 23.9. - 22.10.2011, Turin, Space Qubi, curated by Aida Eltorie
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Al-Qaida veröffentlicht "The Dawn of Imminent Victory" (12/09/2011) und würdigt den arabischen Frühling als Niederlage für die USA >>
Al-Qaida lobt arabischen Frühling, spiegel online, 13.9.2011 >>
SITE News: Monitoring Service Jihadist Threat >>
SITE You Tube Kanal >>